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T99 - Hausproduktionen:
In 80 Tagen um die Welt (2008)
Karl May in 90 Minuten (2007)
Der Kurier des Zaren (2006)
Der Ring der Nibelungen (2005)
Dracula (2004)
Ben Hur (2003)

Die Hausproduktion Winter 2009/10 musste leider ausfallen.
Unsere im Sommer 2009 schwer erkrankte Autorin, Produzentin, Regisseurin und Darstellerin in Personalunion ist erst wieder 2010 tätig.


In 80 Tagen um die Welt
Premiere am 06 Dez 08
weitere Vorstellungen Dezember und Januar
Filmbericht über das Stück auf fluxon.tv
Relativ nah dran an Jules Verne.
Ist es möglich, in 80 Tagen eine Reise um die Welt zu machen? „Selbstverständlich“, wettet Phileas Fogg, Mitglied des „Reform Club“ im viktorianischen London und macht sich stehenden Fußes zusammen mit seinem just neu eingestellten Diener Passepartout auf den Weg nicht ahnend, dass ihm dabei die unterschiedlichsten Leute aus den unterschiedlichsten Gründen auf den Fersen sind.
„In 80 Tagen um die Welt“ ist die sechste Produktion in einer Reihe von „Monumental-Inszenierungen“, in denen das Ensemble große Stoffe (Ben Hur, Dracula, Der Ring der Nibelungen, Der Kurier des Zaren und Karl May in 90 Minuten) auf die 30 qm kleine Bühne des Hauses bringt. Klar, dass es dabei nicht immer ganz ernst zugehen kann, oder?
Dennoch - oder vielleicht auch gerade deshalb - erfreuen sich diese Produktionen großer Beliebtheit bei einem sehr breit gestreuten Publikum und werden bei notorischen Nicht-Theatergängern häufig als erfolgreiche „Einstiegsdroge“ angewandt.

Der Beweis: die Welt ist flach und nur 30 Quadratmeter groß. Mr. Fogg und ein Teil seines Gefolges.
Die Personen und ihre Darsteller (in der Reihenfolge ihres Auftritts):
Inspektor Fix von Scotland Yard Thomas van Gent
Alice Jollivet, französische Journalistin J. Sophie Charlotte Kröhnert
Harry Blount, englischer Reporter Thorsten Schumann
Mr. Stuart, Mitglied des Reform-Club Oliver Steinhauer
Mr. Sullivan, Mitglied des Reform-Club Thorsten Fröhling
Mr. Flanaghan, Mitglied des Reform-Club Daniel Dericum
Phileas Fogg, englischer Gentleman René Beaujean
Passepartout, sein Diener Michael Kröhnert
Elizabeth Francis Cromartry, englische Lady Gabi Thomas
Aouda, indische Prinzessin Ricarda Schumann
Damini, indische Hofdame Ira Esser/verletzungsbedingte Vertretung: Andrea Müllejans
Buch und Regie J. Sophie Charlotte Kröhnert
Regieassistenz Daniel Dericum
Musik/Ton Ricarda Schumann
Kostüme Ljuba Ivanowa, Anja Setzen
Bühnenbild, Requisiten Michael Kröhnert, Ensemble
Technik Nina M. Stiefmayer, Daniel Dericum, Thorsten Schumann, Andreas Mischo
Plakat, Grafik Michael Kröhnert
Vielen Dank an:
Arup Sen Gupta, Wiltrud Schumann, Sabine Lenz, Anja Setzen, Werner Setzen, Elke Hugot, François du Plessis, Werner Schmidt, Werner Thomas, Eva Schmitz, Piccobella, und viele andere
Karl May in 90 Minuten (2007)

„Geht nicht gibt’s nicht!“ getreu dieser Devise brachte das Theater 99 bereits „Ben Hur“, „Dracula“ den kompletten „Ring der Nibelungen“ und Jules Vernes „Kurier des Zaren“ auf die Bühne.
„Darf’ s auch ein bisschen mehr sein?“ lautet das Motto diesmal, denn nicht weniger als 53 Romane sowie eine Reihe von für das heutige Ohr geradezu beleidigenden Gedichten gilt es in neunzig Minuten kennen zu lernen. Wer bislang geglaubt hat, dass der Herr May in erster Linie seinen „Winnetou“ und vielleicht noch den ein oder anderen „Wüstenroman“ geschrieben hat, wird nicht schlecht staunen, wenn er sich plötzlich mit dem wagemutigen Doktor Karl Sternau, dem herzigen Waldröschen, dem schönen, aber eitlen Schwarzen Kapitän und der intriganten Miss Admiral konfrontiert sieht. Und dass Themen wie Wellness, Börsencharts, straffällige Bürger mit Migrationshintergrund und Frauen in Führungspositionen auch damals schon brandaktuell waren, wundert den geneigten Zuschauer am Ende auch nicht mehr.

Der Kurier des Zaren (2006)
Man schreibt das Jahr 1879. Im zaristischen Russland proben abtrünnige Sibirier unter der Führung des ehemaligen Offiziers Ivan Ogareff den Aufstand unterstützt von dem tartarischen Fürsten Feofar Khan und seinen Truppen.
Schon sind die Telegrafenleitungen gekappt und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die sibirische Hauptstadt Irkutsk mitsamt dem Großfürsten in die Hände der Aufständischen fällt.
Die Lage ist nahezu hoffnungslos, doch der Zar unternimmt einen letzten Versuch zur Rettung seines Reiches und schickt seinen besten Kurier auf eine lange und gefährliche Reise …
Klar, dass es auch hierbei wieder reichlich turbulent zuging und unmöglich auf die bereits bewährte Mischung aus Drama, Komödie, Film, Musik (diesmal allerdings ohne Gesang) und Action verzichtet wurde, oder?
Wir möchten an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich
den Stolberger Hunnen und Freunde
der Tänzerin Namjira (orientalischer Tanz), Bonn
Andreas Fehrmann und Bernhard Krauth vom Jules Verne Club Deutschland
Herrn Hambück von der Tuchfabrik Becker
Milites liberi, Aachen
MainConcept, Aachen
Sans Paroles Boutique im City Center, Aachen
Schlosserei Hein de Bruin, Aachen
Alexandra Briemle, Anja Quadflieg, Sissy Sevenich, Natalie Brach, Udo Kupski, Ulrike Först
dem Theater Aachen
den »Tiertrainern« Judith Erth und Ina Usselmann
mit Hund Don, Pferd Alf, Stand-In-Pferd Brynja
Wolfgang Leuner, Helmut Lenz, Wolfgang Colsman, Joe Spencer, Reinhold Filla
der Stolberger Jugendberufshilfe e.V.
und ganz besonders Thomas Bünten
für ihre Unterstützung unseren Dank aussprechen.

Der Ring der Nibelungen (2005)

FOTOS | REZENSIONEN | NIBELUNGENKARTE / COMIC
Sie denken, dass Sie wissen, was es mit Siegfried und dem Ring der Nibelungen auf sich hat? Das lernt man doch in der Schule, denken Sie? - Falsch gedacht!
Auch wenn Sie noch so gut aufgepasst haben: Wetten, dass Sie nicht in der Lage sind, alle der folgenden Fragen zu beantworten:
In wessen Blut badete Siegfried nochmal? (Kleiner Tipp: „Drache“ ist schon mal falsch!)
Wie war das mit Wotan und Erda?
Wer ging für wen durchs Feuer?
Kriemhild oder Brunhild?
Was geschah wirklich in König Gunthers Schlafzimmer?
Wem gehören alle abgeschlagenen Gliedmaßen?
Vor allem: Wer hat die Sache mit Ring der Nibelungen überhaupt angefangen? Und: War das nötig ?
Wer sich im Theater überraschen lassen will, wie der Kampf zwischen Siegfried und dem Drachen gemacht wird, sollte hier nicht klicken. Neugierige tun's trotzdem.
Dracula (2004)

Ein paar Ausschnitte aus dem vielbelachten Stummfilm unserer Dracula-Inszenierung.
Zum Abspielen anklicken, oder per Rechtsklick herunterladen (jetzt ein kleinerer Quicktime-mpg4-Film ACHTUNG, Modembesitzer: 1,6 MB groß).
Endlich kann man erfahren, was van Helsing da eigentlich sagt, wenn man die Pausentaste drückt.

Die wilde Fahrt durch die Karpaten (das war ein kurzer Super-8-Film in Cinemascope, hier als animiertes .gif):

Ben Hur (2003)
Diese erste gemeinsame Produktion des Theater 99-Hausensembles hatte am 20. Juni 2004 im ausverkauften Haus ihre Derniere.
Das schrieben die Aachener Nachrichten (10.12.03):
„Persiflage auf Helden und große Schlachten - Ideenreich und höchst unterhaltsam - Buch und Regie stammen von Jutta Kröhnert, die mit „Ben Hur“ ein glanzvolles Debut feiern kann“

Und das hier schrieb die Aachener Zeitung am gleichen Tag - normaler Weise ärgert man sich über eine derart genaue Nacherzählung, die fast alle Gags und Inzenierungseinfälle verrät, aber jetzt ist’s ja egal:
Ben Hur und seine Abenteuer als tumber Gameboy-Held
Akut zeigt satirisch-turbulente Inszenierung des Klassikers - Uppiges Historiendrama gekonnt auf wenige Quadratmeter gebannt
AACHEN. Wer glaubte, das üppige Historiendrama „Ben Hur“ berge keine Uberraschungen mehr, der tat gut daran, seine Vorstellungen an der ,,AKuT“-Garderobe abzugeben. Mit viel Wortwitz, unerwarteten Handlungssträngen, dem Einsatz von Computertechnologie und mit tatkräftiger Unterstützung des Publikums bot sich im Theater 99 eine futuristisch-komödiantische Musical-Version des literarischen Klassikers.
Souveräner Erzähler
Der Erzähler (Michael Kröhnert) leitete souverän durch den Abend, verknüpfte die Szenen, erklärte, interpretierte, kommentierte und war Mittler zwischen Darstellern und Publikum. Auf einer großen Schullandkarte wurden die Stätten der vor 2000 Jahren in Palästina angesiedelten Geschichte markiert.
Aus einem Lexikon (kein Lexikon: es wurden Zitate aus „Ben Hur“ vorgelesen - Anm. des Setzers) rezitierte der Erzähler übers Stichwort „Galeere“ und ließ die Zuschauer die Definition gleich umsetzten: Es musste gerudert werden. Trommelschläge gaben den Takt vor, in dem die unter den Sitzen hervorgeholten langen Schaumstoffstangen vor und zurück bewegt wurden.
Als es zum Kampf auf offener See kam, warfen sich beim virtuellen Zusammenstoß mit der feindlichen Flotte in einem Ruck alle - „Ruderer“ nach vorne, und der Sklave Ben Hur tauchte als Schiffsbrüchiger wieder auf - nicht ohne einen großen Schluck Wasser in die ersten Reihen zu spucken.
Zwar blieb Ben Hur (Bernd Miozga) das Glück hold, aber er kam als begriffsstutziger Simpel daher, der dadurch zu Ruhm und Ehre gelangte, dass er eher zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort war. Ganz anders sein kluger Widersacher Messala (Thorsten Schumann), der vom Pech verfolgt schien. Bereits das Wortgefecht der ersten Szene, im Duett gesungen, festigte die Fronten.

Versuchungen locken
Messala prangerte Ben Hur als Mörder des römischen Prokurators an, was ihn zum Sklaven machte (wen jetzt? - Anm. des Setzers) und seine Mutter, das Mannweib Au Hur (Thomas van Gent), und Schwester Tirza (Yvonne Oheim) ins Gefängnis brachte. Während seines Rachefeldzugs gegen den Schurken und bei dem Vorhaben, ein Reich Judäa zu gründen, erlag Ben Hur zwischenzeitlich den verschiedensten Versuchungen, in Gestalt von Simonides, dem reichen - und weiblichen - Kaufmann (Gabi Thomas), der intriganten Iras (Ricarda Schumann) oder der schüchternen Esther (Jutta Kröhnert).
Der Kampf zwischen Bösewicht und Sympathieträger gipfelte im entscheidenden Wagenrennen. Einmal mehr überraschte die AKuT-Truppe mit einer ungewöhnlichen Idee: Das Rennen wurde auf einer großen Leinwand im Stil eines Computerspiels simuliert, bei dem Ben Hur und Messala statt Zügeln die elektronische Steuerung bedienten.
Das große Wagenrennen
Natürlich hat der Held gewonnen, seine Familie wurde aus dem Gefängnis befreit, was im sensationsheischenden Stil einer Boulevard-Sendung auf der Leinwand zu sehen war, und letztlich entschied das Publikum mit der Stärke des Applauses darüber, wer die Frau an der Seite des Helden werden sollte...
(von AZ-Mitarbeiterin Beate Müller)


Live aus der Festung Antonia
Fotos: D. Behnke, M. Kröhnert, O. Steinhauer, Fans


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